
Traditionelle Europäische Naturheilkunde TEN
Traditionelle Europäische Naturheilkunde (TEN) ist der Oberbegriff für ein empirisches natürliches Heilsystem, das sich über die vergangenen 2500 Jahre entwickelt hat. Sein theoretisches Konzept beruht auf der Humoralpathologie der griechischen Welt. Die vier Elemente wurden und werden als dynamische Phasen der Prozesse eines Ganzen, des Holons, verstanden, das den Menschen und seine belebte Umwelt umfasst. Daraus entwickelte sich die Humoralpathologie: Sie betrachtet die Säfte als Wirkprinzipien, die je nach Mischung und Grad ihrer Reinheit zu Gesundheit (Eukrasie) oder Ungleichgewicht (Dyskrasie) führen. Neuere Richtungen der TEN gehen auf die Volksmedizin zurück, etwa Hildegard von Bingen, Paracelsus, Sebastian Kneipp, Johann Schroth, Wilhelm Heinrich Schüssler oder Alfred Pischinger. Heute werden Konzepte und Methoden der TEN hinsichtlich Wirksamkeit und Schlüssigkeit sowohl aus naturwissenschaftlicher als auch aus geisteswissenschaftlicher Sicht untersucht. Alle TEN-Interventionen zielen letztlich darauf ab, dem Menschen als Ganzem seine Anpassungs- und Regulationsfähigkeit zurückzugeben. Deshalb kommt der Diätetik als Beratung in der Kunst der Lebensführung grosse Bedeutung zu. Soweit möglich soll sie krankheitsbegünstigende schädliche Gewohnheiten beseitigen und die Lebensweise verbessern. Therapeutische Verfahren nutzen vor allem natürliche Mittel und physikalische Therapien, Ernährungsformen, Bewegungstherapien, sogenannte Entgiftungstherapien und verschiedene manuelle Therapien. Die Phytotherapie in unterschiedlichen Zubereitungs- und Anwendungsformen ist ein zentraler therapeutischer Pfeiler. Zu traditionellen Mitteln kommen moderne technikgestützte Therapien hinzu: biophysikalische Informationstherapie (Bioresonanz), bioenergetische Therapien und Magnetfeldtherapie.
